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Von Angela Meincke und Rose Wachsmuth

Im Juni 2016 hatte das Beräumungsteam bereits einen Blogeintrag zu einem Anatomiemodell eines menschlichen Auges. Nun heißt es noch einmal: Augen auf!

Denn dieses lustige Foto, entstanden während der Beräumung des Depots für Medizinische Technik, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Solche Augenprothesen, allgemein Kunstaugen oder auch Glasaugen genannt, werden seit 1835 hergestellt und für die Augenhöhle eines Patienten individuell angepasst. Heutzutage werden sie von umfangreich ausgebildeten und geprüften Augenprothetikern (Okularisten) aus speziellem Kryolithglas oder Kunststoff individuell angefertigt und angepasst. Da die handwerklichen Anforderungen extrem hoch sind, dauert die Ausbildung zum Okularisten stattliche sechs Jahre. Nur ungefähr 60 solcher Experten gibt es in Deutschland.

Autor/in

Beräumungsteam

18 Restauratoren, Registrars, Fotografen und Transport-Mitarbeiter des Hauses sind derzeit auf der Museumsinsel im Einsatz, um 20.000 qm Ausstellungsfläche leerzuräumen. Im Herbst 2016 beginnen die Bauarbeiten. Bevor ein Ausstellungsstück sorgfältig und sicher für den Abtransport verpackt wird, muss für die lückenlose Dokumentation sein Zustand untersucht werden. Jedes Exponat wird fotografiert, konserviert, wenn nötig restauriert. In der Reihe "Entfernte Bekannte" stellt das Team im Blog regelmäßig besondere Objekte vor. Vor der Räumung hat ein Team aus dem Sammlungsmanagement unter der Rubrik "Depotfund des Monats" kuriose Objekte vorgestellt, die bei der Räumung der Depots auf der Museumsinsel zu Tage kamen.