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Von Tatjana Krasawin
Mit diesen Worten startet am 15. Februar zum ersten Mal unsere „Wissen ohne Grenzen“-Führung durch die Schifffahrt. Diese besondere Führung richtet sich an Geflüchtete und wird in einfacher Sprache gehalten. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Benedikt Funke und Thomas Eisentraut begleiten uns durch die spannende Ausstellung und geben unter anderem Einblicke in die Arbeit eines Kapitäns.
Wir beginnen unsere Führung am Fischerei-Ewer „Maria“: Siebzig Jahre war der Ewer in der Hochseefischerei im Einsatz, bevor er in der Schifffahrtsabteilung des Deutschen Museums seinen letzten Liegeplatz fand. Spannend sind dazu auch die Geschichten über das Leben der 2-köpfigen Besatzung auf dem Schiff.
Danach gehen wir weiter zum Dampfschlepper "Renzo" und werfen den Motor an. Für seinen Betrieb in der Lagune von Venedig musste der Maschinist 60 kg Kohle pro Stunde schaufeln – und das bei über 50 Grad Celsius.
Als Nächstes tauchen wir ab in die Ausstellung Meeresforschung und sehen den historischen Panzertauchapparat sowie eine moderne Tauchkugel, mit der Jacques Piccard im Jahr 1960 der Tieftauchrekord gelang. Er tauchte auf den Grund des Marianengrabens, in dem bei einer Maximaltiefe von etwa 11.000 Metern die bisher bekannte tiefste Stelle des Weltmeeres liegt.
Nun tauchen wir wieder auf und begeben uns an Bord eines Schiffes. Wir erfahren, wie der Kapitän den Maschinentelegraphen auf der Brücke nutzt, um Befehle an seine Besatzung im Maschinenraum weiterzugeben.
Die Zeit vergeht wie im Flug, denn es gibt so viele spannende Geschichten und Exponate in der Schifffahrt. Einige Besucher schließen sich unserer kleinen Gruppe an und gemeinsam haben wir viel Spaß. Zahlreiche weitere Highlights wie der Quastenflosser aus der Urzeit, die Hosenboje der Seenotrettung und der Schleppversuchskanal sind hier nur am Rande erwähnt. Soviel Interessantes im Museum macht Lust auf mehr und die Gruppe verspricht: sie kommen wieder!
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an das Schifffahrts-Team für die tolle Premiere! Wir freuen uns schon sehr auf weitere „Wissen ohne Grenzen“-Termine.Infos dazu gibt es hier:
https://www.deutsches-museum.de/angebote/fuehrungen/fuehrungsreihen/ohne-grenzen/
Das Deutsche Museum beteiligt sich mit der Führungsreihe "Wissen ohne Grenzen" an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus". Am 15. März 2019 finden Führungen um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr in der Luftfahrt und um 15.30 Uhr in der Schifffahrt statt.
Anmeldung als Gruppe bitte beim Besucherservice: besucherservice@deutsches-museum.de
Tatjana Krasawin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Luftfahrt und arbeitet derzeit mit dem Projektteam an der Neugestaltung dieser Ausstellungen.

Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum:
Das Museum bietet täglich eine große Auswahl an kostenlosen Führungen und Vorführungen, die sehr spannend und informativ zugleich sind. Besonders gut gefallen mir die Science-Shows, die im Auditorium des Zentrums Neue Technologien stattfinden.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.