Bangen über Nacht
Die eigentliche Arbeit an der Maschine fand nicht in einem sterilen Reinraum, sondern in einer büroähnlichen, vollgestopften Werkstatt statt. Jedes Staubkorn konnte das Experiment zerstören, es musste also sehr sorgfältig gearbeitet werden. Da die Maschine keine aktive Kühlung besaß, musste der manuell zusammengepresste Aufbau über Nacht von selbst abkühlen. Diese Stunden waren nervenaufreibend. "Das ist am nächsten Morgen immer der beängstigende Teil, wenn man versucht herauszufinden: Hat es funktioniert? Habe ich einen Fehler gemacht? Was könnte schiefgelaufen sein?", erinnerte sich Krauss.
Am Ende mussten die zusammengepressten Platten mit einer Rasierklinge in exakt senkrechtem Winkel aufgesprengt werden – rutschte man ab, zerstörten Scherkräfte das Werk oder die winzigen Proben flogen quer durchs Zimmer.
Trotz ständiger Rückschläge blieb Krauss fokussiert. Seine Frau Amy, die ihn damals oft im Labor besuchte, bewunderte diese Haltung: „Er sah es als ein Problem an, das gelöst werden musste, und ja, es würde gelöst werden“.