Im Sommer 2022 präsentierte Prof. Simon Wiest von der Hochschule der Medien in Stuttgart eine sehr ausführliche Anleitung zum Bau einer mechanisch und elektrisch voll funktionierenden ENIGMA aus 3D-gedruckten Kunststoffteilen und Komponenten aus dem Baumarkt und dem Elektronikhandel. Diese Anleitung zum Bau einer ENIGMA R.D.E. ist das Ergebnis eines seit 2017/2018 laufenden Projektes an der Hochschule; über die Jahre beteiligten sich daran insgesamt knapp 75 Studierenden.
Diese kostenlose Anleitung, der Bedarf des Museums und die gefühlte Machbarkeit solch eines Vorhabens motivierte uns, ein kleines Team des Ehrenamtlichen Technischen Service (ETS) des Deutschen Museums, sich der Aufgabe des Zusammenbaus einer ENIGMA für das Museum zu stellen.
Unzählige Fragen mussten vorab geklärt werden. Der Namenszusatz des Stuttgarter Projektes, Runterladen, Drucken, Einschalten (R.D.E.) suggeriert einen problemlosen Nachbau. Doch reichte uns schon das Studium der über 60 Seiten langen Anleitung, um tief Luft zu holen, aus Respekt vor dem vor uns stehenden Vorhaben. Am dringlichsten war zu entscheiden, wie wir die vielen 3D-gedruckten Teile der Maschine herstellen. Selber drucken? Einen 3D-Drucker kaufen? Welchen? Wer hat damit ausreichend Erfahrung?