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Von Tatjana Dietl
Vom 15. Juli 2019 bis zum 7. Januar 2020 hatten unsere Museumsbesucher die Möglichkeit ihre Wünsche und Anregungen für die zukünftige Ausstellung „Historische Luftfahrt bis 1918“ mitzuteilen. Über 150 Personen nahmen an der Online-Besucherumfrage teil. Viele machten auch bei unserem Gewinnspiel mit, bei dem es eine Jahreskarte des Deutschen Museums sowie ein besonderes Flugzeugmodell zu gewinnen gab.

Der Gestaltungsprozess im Vorfeld einer Ausstellung kann besucherorientiert umgesetzt werden

Nach dem Leitfaden des Deutschen Museumsbundes ist: „die stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen des Publikums (…) eine wichtige Aufgabe der Museumsarbeit.“1
Eine Besucher-Umfrage ist ein wichtiges Instrument, um einen Blick von außen auf die aktuelle Dauerausstellung zu werfen und Wünsche, frische Impulse sowie Kritik für die zukünftige Aktualisierung aufzunehmen. Die Besucher bekommen zudem die Möglichkeit sich an der Museumsarbeit zu beteiligen.
Auf Initiative der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Tatjana Dietl konnte mit Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Museum die Online-Besucherumfrage realisiert werden. Die Ergebnisse sollen nun in das Konzept zur neuen Dauerausstellung „Historische Luftfahrt bis 1918“ einfließen. Erwartungsgemäß finden viele Besucher die Gestaltung der Nischen und Vitrinen eher „altbacken“, die angestaubten Texte und Grafiken veraltet und es fehlt ihnen an Möglichkeiten der Interaktion. Sie wünschen sich stattdessen eine moderne Gestaltung, in welcher der „rote Faden“ der Ausstellung erkennbar ist und die Luftfahrtgeschichte aufregender und „erlebbarer“ vermittelt wird, besonders auch für Kinder. Das bedeutet für das Kuratorenteam nicht nur, moderne Demonstrationen, Simulatoren, Tastobjekte sowie neue Medien (wie Virtual und Augmented Reality) zu entwickeln. Auch sind mehr Kontextualisierungen und Geschichten zur abenteuerlichen Frühgeschichte der Luftfahrt gefragt.
Im Anschluss an die Online-Besucherumfrage hatten die Teilnehmer die Möglichkeit an einer Verlosung teilnehmen. Die Gewinnerin Franzsika Honer (28-jährige Münchnerin, arbeitet als Kulturreferentin des Landkreises Neu-Ulm) besuchte im Januar das Deutsche Museum und stand für ein kurzes Interview bereit. Als Münchnerin kennt sie das Museum sehr gut und freut sich an der Umgestaltung der neuen Luftfahrt-Ausstellung dabei zu sein: „Mir fehlt in der derzeitigen Ausstellung ein wenig „der rote Faden“ und die Verbindung der einzelnen Themen untereinander. Der Lärmpegel ist besonders am Wochenende und in den Ferien sehr hoch, da könnte man bestimmt noch etwas machen! Außerdem ist das Deutsche Museum ja für seine Mitmach-Stationen bekannt, diese wünsche ich mir natürlich auch für die zukünftige Ausstellung!“
Vielen Dank an Franziska und an alle Teilnehmer der Besucherumfrage! 1 „Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis“: Leitfaden des Deutschen Museumsbundes, 2019 
Felix Wander, Tatjana Dietl und Andreas Hempfer (Team Historische Luftfahrt)

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.