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Vom Depot-Team
Ein Heliostat ist frei übersetzt ein Sonneneinsteller, oder noch freier: ein Sonnenlichtsammler. Sein Spiegel reflektiert das Sonnenlicht unabhängig von der Änderung der Sonnenposition am Himmel immer auf den gleichen, ortsfesten Punkt. Er gleicht also die scheinbare Bewegung der Sonne um die Erde so aus, dass Sonnenlicht einem Punkt, zum Beispiel einem Spektralapparat, zugeleitet werden kann. Mit Hilfe des Uhrwerks, dessen kleines Zahnrad den mit der Gradskala versehenen großen Ring dreht, wird der Spiegel der Sonne nachgeführt. Die Drehachse des Skalenrings wird dafür zur Erdachse parallel ausgerichtet.
Zur Zeit der Erfindung waren gute künstliche Lichtquellen noch nicht vorhanden und daher wurde häufig das natürliche Sonnenlicht für optische Experimente verwendet.
Auch war es seit der Entdeckung der Fraunhoferlinien im Jahre 1815 von besonderem Interesse, das Sonnenspektrum zu analysieren. Bestimmte chemische Elemente in der Sonne konnten so aufgrund ihrer Wellenlänge identifiziert werden. Heutige Heliostaten werden für Sonnenkraftwerke oder auch für eine gezielte Einleitung des Sonnenlichts in Gebäude genutzt. Sie sind computergesteuert mit deutlich größerer Spiegelfläche. So sind insgesamt vier Heliostaten auf der italienischen Autobahn A6 in der Nähe der Ortschaft Painissolo zur Beleuchtung kurzer Tunnelabschnitte eingesetzt. Das Deutsche Technikmuseum in Berlin verwendet Heliostaten zur Beleuchtung und im angeschlossenen Science Center Spectrum für Experimente zum Thema Licht und Sehen.
Das Depot-Team besteht aus zwei Restauratorinnen, einem Fotgrafen, fünf technischen Mitarbeitern und einer Registrarin. Da das Ausstellungsgebäude grundlegend saniert wird, werden alle Depots auf der Museumsinsel beräumt. Das Team inventarisiert, fotografiert, konserviert und, so nötig, restauriert Exponate, vor sie in die Außendepots gebracht werden. Das geschieht alles mit besonderer Sorgfalt - dafür stehen die Handschuhe, die zum Schutz der Objekte vom Team getragen werden. Ein besonderer Schatz oder etwas Kurioses, das dem Team Freude bereitet, wird als Depotfund des Monats im Blog vorgestellt.

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Beräumungsteam

18 Restauratoren, Registrars, Fotografen und Transport-Mitarbeiter des Hauses sind derzeit auf der Museumsinsel im Einsatz, um 20.000 qm Ausstellungsfläche leerzuräumen. Im Herbst 2016 beginnen die Bauarbeiten. Bevor ein Ausstellungsstück sorgfältig und sicher für den Abtransport verpackt wird, muss für die lückenlose Dokumentation sein Zustand untersucht werden. Jedes Exponat wird fotografiert, konserviert, wenn nötig restauriert. In der Reihe "Entfernte Bekannte" stellt das Team im Blog regelmäßig besondere Objekte vor. Vor der Räumung hat ein Team aus dem Sammlungsmanagement unter der Rubrik "Depotfund des Monats" kuriose Objekte vorgestellt, die bei der Räumung der Depots auf der Museumsinsel zu Tage kamen.