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Von Vera Ludwig

Am 26. Juli 2013 wird "Das Gelbe vom Ei - eine Ausstellung über das Essen" auf der Museumsinsel eröffnet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Gezeigt werden dann unter anderem ein "Schlaraffenland" und ein Modell, das Ernährung im Nachkriegsdeutschland zeigt. Beide Objekte sind im Workshop "Museumshelfer und Museumshelferinnen gesucht" entstanden. Ausgedacht, geplant und gebaut von Kindern mit Hilfe von ModellbauerInnen und Museumspädagoginnen, einer Kuratorin und einer Malerin.  

Die Kinder haben sich anfangs mit einem Thema aus dem großen Bereich Ernährung auseinandergesetzt. Zur Auswahl standen "Wie stellst Du Dir Schlaraffenland heute vor?", "Wie und was werden wir in 700 Jahre essen?", "Wie und was haben die Menschen vor 70 Jahren gegessen?". Im ersten Workshop wurde das Thema Ernährung zum Ende des 2. Weltkriegs als Modell umgesetzt. Die Kinder haben ihre Familien befragt, Bücher studiert, im Internet recherchiert. Herr Lutz, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter am Museum hat den Workshop betreut und von seinen Erinnerungen an diese Zeit berichtet. Aus den Recherchen entstand die Idee, ein Stadt-Land-Szenario am Vorabend des Kriegsendes zu bauen. Die Kinder wollten damit den Kontrast zwischen viel und wenig Essen herausarbeiten: in der Stadt liegen nur drei Kartoffeln im Keller, im Tiefbunker sind die Leute zusammengepfercht, sie haben ganz wenig zu essen. Auf dem Land sieht man einen Hühnerstall, den Kartoffelacker, Enten, Schweine und eine Kuh. In der Bildgalerie zeigen wir, wie man von der Idee zum Modell kommt, dass Museumsarbeit Teamwork braucht.

Im zweiten Workshop erfanden die MuseumshelferInnen ein Schlaraffenland. Auf einer gemeinsamen Phantasiereise entwickelten die Kinder Bilder von einem Ort an dem es feine Sachen im Überfluss gibt und die Menschen glücklich und zufrieden leben. Häuser stehen auf Wolken - damit sind sie nicht im Weg - und Menschen bewegen sich auf Fabelwesen und anderen Tieren fort. Natürlich gibt es dort jede Menge zu Essen - die Bildergalerie zeigt mehr.

'Schlaraffenland' und 'Ernährung vor 70 Jahren' werden hier gezeigt:

Das Gelbe vom Ei – eine Ausstellung über das Essen vom 26. Juli 2013 bis 6. Januar 2014 im Deutschen Museum.

Einst galt das „Gelbe vom Ei“ nicht nur im Sprichwort als das Beste vom Besten: Eier schmecken gut, liefern Energie und eine Vielzahl wichtiger Nährstoffe – besonders das Eigelb. Über das im Ei enthaltene Cholesterin oder über die Form der Hühnerhaltung machte man sich damals noch keine Gedanken. Das ist heute anders.

Vera Ludwig arbeitet als Modellbauerin in der Modellbauwerkstatt im Deutschen Museum und bietet regelmäßig Workshops für Kinder an. Die werden bei Kids&Co angekündigt.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.