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Seit kurzem haben wir ein neues Highlight auf der Homepage des Deutschen Museums: Unter dem Reiter „Sammlungen“ ist eine Sammlung von Herzschrittmachern virtuell ausgestellt, die momentan im Museum nicht gezeigt ist. Zu jedem der Herzschrittmacher finden sich technische und historische Informationen, dazu erfährt man Wissenswertes über die Herzfunktion und Herzschrittmacher im Allgemeinen. Gestiftet wurden diese Objekte von Frau Nanna Friese, der Witwe von Prof. Dr. med. Gernot Friese, der die Herzschrittmacher gesammelt hat. Doch wo kommen all diese Informationen überhaupt her und was braucht es um so eine Sammlung online zu stellen? Das soll im Folgenden in diesem Blogbeitrag einmal veranschaulicht werden. Am Anfang stand die Idee, die Sammlung Friese ins Internet zu stellen. Die wertvolle Sammlung von Herzschrittmachern sollte der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein, auch wenn es im Museum derzeit leider keinen geeigneten Platz gibt, diese zu zeigen. Zunächst stand die Sichtung der Herzschrittmacher an, die sich im Depot des Deutschen Museums befanden. In einer Schublade lagen die Herzschrittmacher, alle fein säuberlich sortiert, verpackt und mit einem Inventarkärtchen versehen.
Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme mussten als nächstes alle Herzschrittmacher fotografiert werden: Dafür wurden sie in unser Fotoatelier gebracht. Unser Fotograf Herr Becker hat jeden Herzschrittmacher ins rechte Licht gerückt und ein hochauflösendes Foto gemacht, auf dem man auch die kleinsten Details noch erkennen kann. 
Zeitgleich begann die Recherchearbeit: Was für Modelle von Herzschrittmachern haben wir eigentlich? Wann wurden sie gebaut, wie lange verwendet? Die Antworten lagen in vielseitigen Quellen verstreut: in alten Manuskripten von Prof. Friese, in Büchern über Herzschrittmacher, in alten Originalpublikationen und im Internet. Auch Frau Nanna Friese unterstütze das Vorhaben und sandte uns Fotos und Manuskripte von Vorträgen.
Aus diesen vielen Puzzleteilen konnten dann die Informationen gefiltert und aufbereitet werden, so dass nun zu jedem der 25 Herzschrittmacher spezifische Informationen gegeben sind. Danach musste noch alles in das Management-System unserer Homepage eingegeben werden und – voilà! Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten, schauen Sie doch mal in unsere neue Sammlung rein: Sammlungen/Medizintechnik/Sammlung Friese

Autor/in

Margherita Kemper

Nach ihrem Volontariat am Deutschen Museum hat Margherita Kemper als Kuratorin den Bereich Life Sciences übernommen. Daher ist die promovierte Biologin auch für das DNA-Besucherlabor im Zentrum Neue Technologien verantwortlich. Dort können Besucher selbst an Laborgeräten unter Anleitung Analysen durchführen. (Ein heißer Tipp für alle, die meinen, sie würden im Deutschen Museum eh schon alles kennen!). Ansonsten ist der Blog für sie interessant, weil sie derzeit an verschiedenen Projekten wie der Erstellung von Sonder- oder Dauerausstellungen mitwirkt und es während deren Planungs- und Laufzeiten immer mal wieder Spannendes zu neuen Exponaten oder zu Mitmach-Aktionen zu berichten gibt.