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Von Gerhard Hartl

Als Sternwarte bezeichnet man ein Spezialgebäude, in dem (oder besser gesagt aus dem heraus) astronomische Himmelsbeobachtungen durchgeführt werden.
 Eine Sternwarte besteht aus einer Sternwartenkuppel und einem Teleskop.
Die Kuppel ist das Schutzdach für das Teleskop. Will man mit dem Teleskop beobachten, muss man die Spaltöffnung der Kuppel öffnen. Damit man mit dem Teleskop in alle Himmelsrichtungen beobachten kann, lässt sich die Kuppel zusätzlich drehen.
 Das Deutsche Museum besitzt mit der Ost- und Westkuppel zwei Sternwarten. 
Im Zuge der Sanierung des Deutschen Museums werden die Kuppeln derzeit renoviert und - da das Deutsche Museum mittlerweile unter Denkmalschutz steht – auch restauriert. 
Der größte Aufwand war dabei das Abnehmen und Wiederaufsetzen der beiden Spaltschieberhälften. Diese halbkreisförmigen Eisenkonstruktionen mit einem Durchmesser von 8,5 Meter und einem Gewicht von je 2,5 t wurden am 14.9.2010 mit Schwerlastkran von der 38 Meter hohen Kuppel gehoben und am 3. November 2010 wieder aufgesetzt. 
Seit dem Einbau in den damaligen Rohbau des Museums 1914 waren die Spaltschieber in der Sternwarte im Einsatz. Starke Korrosion und auch Einschläge von Bombensplittern im Zweiten Weltkrieg hatten ihnen stark zugesetzt. In einer Spezialfabrik in Karlsfeld wurden sie im Herbst 2010 sandgestrahlt, neu lackiert, mit neuem Holz belegt und unter Verwendung von altem Kupferblech wieder beblecht. Nach der Renovierung wird das neue Kupferdach des Deutschen Museums einen dunklen Braunton annehmen, die Kuppeln aber weiterhin die grünliche Patina des alten Kupfers tragen.
Das ebenfalls ausgebaute Teleskop der Weststernwarte ist derzeit zur Restaurierung und Renovierung bei der Firma 4H Jena. Die Sternwarte wird nach dem Einbau des Teleskops vermutlich im Frühjahr 2012 den Besuchern des Museums wieder zur Verfügung stehen. Gerhard Hartl ist Kurator Kurator für Astronomie und Planetarium. Mehr zur Sternwarte und zur Himmelsbeobachtung im Deutschen Museum.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.