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So hätte mir Chemie auch gefallen! Ein Wissenschaftler, den man duzen darf, der sich überlegt, wie man etwas doch sehr Abstraktes wie einen Massenspektrometer - bitte nicht weglesen, es wird gleich wieder verständlich - mit Stilmitteln aus Hitchcock Filmen (suspense!) für alle spannend erklärt und dem es ganz wichtig ist, dass alle alles verstehen. Zusammen mit einem Chemie Leistungskurs war ich live in Weihenstephan im Labor von besagtem Dr. Tom, habe alle Apparate und auch seine Mitarbeiterinnen kennengelernt, saß dabei aber im Deutschen Museum. Wie das geht? TUMlive Videokonferenz heißt das Zauberwort. In unserer neuen Ausstellung zu Nano- und Biotechnologie gibt es ein Forum mit Stufen, auf denen man vor einer großen Leinwand Platz nehmen kann. Mit einer Liveschaltung ins Labor von Dr. Thomas Letzel ist man dank schnellster Kabelübertragungstechnik mit ihm verbunden. Der sieht die Gruppe im Forum. Sebastian Kratzer, der Moderator, gibt all das, was wir Zuhörer und Wissbegierige sagen und fragen über ein Mikro nach Weihenstephan weiter.
Es war ein echter Kriminalfall. Dr. Tom, wie der Wissenschaftler sich uns vorstellte, stolperte, als er uns begrüßen wollte, über eine Pfütze auf dem Boden seines Labors, in dem höchste Reinhaltungspflicht gilt. War etwa der kleine Welpe der Kollegin heimlich zu Besuch? Hat der Praktikant Apfelsaft verschüttet? Sehr verständlich und sehr unterhaltsam wurden wir in die Methoden zur Untersuchung von Flüssigkeiten mit dem Massenspektrometer eingeführt. Im Weihenstephaner Labor wird damit z.B. untersucht, ob ein Lebensmittel Giftstoffe enthält. An dieser Stelle kann ich jetzt unmöglich erklären, wie das funktioniert (der Platz ist leider zu knapp..;-)) - aber Dr. Tom hat einen Blog und man kann ihn dort alles fragen. Oder zur nächsten Videokonferenz ins Zentrum Neue Technologien kommen. Informationen gibt es hier.

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Annette Lein

leitet das digitale Redaktionsteam am Deutschen Museum. Alle Neuigkeiten tickern durch das Redaktionssystem auf ihren Bildschirm. Als Germanistin und Theaterwissenschaftlerin erzählt sie im Blog gerne von den Geschichten und Menschen, die das Deutsche Museum zu dem machen, was es ist. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: In der Ausstellung Meeresforschung die Tauchkugel Trieste ansehen und sich dabei vorstellen, wie sich Jaques Piccard in dieser dickwandigen Kugel gut 11 km zur tiefsten Stelle des Ozeans hat herabsinken lassen. Der Schweizer Forscher hat dabei einen Plattfisch entdeckte - ja, es gibt Leben in der Tiefsee!