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Frauen und Mädchen für Technik und Naturwissenschaft zu begeistern ist ein wichtiges Anliegen im Museum. Seit längerer Zeit gibt es dazu das Angebot einer Führungsreihe für Frauen: Frauen Technik Wissen. Mitarbeiterinnen des Deutschen Museums - Kuratorinnen, Technikerinnen, Wissenschaftlerinnen - führen interessierte Frauen zu bestimmten Themen durch das Museum. Heute fand die Veranstaltung im neu eröffneten Zentrum Neue Technologien (ZNT) statt. Der Ansturm und das Interesse waren groß! Mich hat interessiert, was diese Führung anders macht. Bemerkenswert war, dass eine gehörlose Frau sich Gebärdendolmetscher mitbrachte, die ihr die Führung in Gebärdensprache simultan übersetzten. So konnte man neben viel Wissenswertem aus der Welt der Nano- und Biotechnologie auch die Gebärdensprache kennenlernen. Sabine Gerber, die als Leiterin der Naturwissenschaften durch die neue Ausstellung führte, hat auf ganz besondere Weise versucht, immer wieder Feedback der Gruppe zu bekommen. War der Lotuseffekt klar genug erklärt? Ist das Molekülmodell mit dem Schlüssel-Schloss-Prinzip verstanden wurden? "Nein, das kann man nicht gleich verstehen, man muss es erstmal hören" - gab eine der Teilnehmerinnen zu verstehen. Also wurde es noch einmal, noch bildhafter erklärt. Viele Nachfragen zu den Themen hatten nicht damit zu tun, dass Frauen geführt wurden, sondern dass der Stoff, der Ausstellung höchst komplex ist. Hier ist das Museum gefragt, Methoden der Vermittlung der neuen Technologien zu finden. Schön, dass es die Führungen gibt, bei denen man in einer Gruppe Gleichgesinnter Fragen stellen kann - egal ob Frauen, Kinder oder Jedermann.

Autor/in

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Annette Lein

leitet das digitale Redaktionsteam am Deutschen Museum. Alle Neuigkeiten tickern durch das Redaktionssystem auf ihren Bildschirm. Als Germanistin und Theaterwissenschaftlerin erzählt sie im Blog gerne von den Geschichten und Menschen, die das Deutsche Museum zu dem machen, was es ist. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: In der Ausstellung Meeresforschung die Tauchkugel Trieste ansehen und sich dabei vorstellen, wie sich Jaques Piccard in dieser dickwandigen Kugel gut 11 km zur tiefsten Stelle des Ozeans hat herabsinken lassen. Der Schweizer Forscher hat dabei einen Plattfisch entdeckte - ja, es gibt Leben in der Tiefsee!