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Die Grenzen der Natur erkunden

Das VRlab verwandelt sich in eine interaktive Naturlandschaft: Im abgedunkelten Raum projizieren fünf Beamer detailreiche Naturaufnahmen an die Wände. Die Besucher*innen können sich frei im Raum bewegen, aber dürfen der Natur nicht zu nahe kommen...

Im VRlab kann man nicht nur Objekte aus dem Deutschen Museum im virtuellen Raum erleben. Von Anfang an war das VRlab auch eine Experimentierfläche für zahlreiche digitale Angebote, zum Beispiel bei Aktionen im Rahmen des Hi!A Festivals wie QUINTESSENZ oder Mind the Brain. Mit „Approaching Nature“ ist nun das letzte Gastprojekt zu sehen, bevor das VRlab schließt und umzieht.

Vom 21. bis 27. Februar dienen die Technik und 120qm Fläche des VRlab als Ort für eine interaktive Video-Installation von Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film und der Medieninformatik der LMU. Fünf Beamer und die Soundanlage erzeugen eine lebendige Natur-Szenerie, in der man in fast allen Richtungen detailreiche Naturaufnahmen sieht. Die Besucher*innen können den Raum frei erkunden und sind selbst in die Installation eingebunden. Wenn sie sich der Projektionsfläche nähern, leuchten LED-Röhren mit integrierten Distanzsensoren auf und verdunkeln so die Naturaufnahmen.

Das Gastprojekt ist im Rahmen eines Kooperationsprojekts von Studierenden der LMU und HFF München entstanden. Pauline Leininger, Daniel Kunz, Jenny Huang, Sebastian Burgkart und Haijiao Shi erläutern, wie ihre Installation Grenzüberschreitungen durch den Menschen in der Natur thematisiert: “Lichter in der Installation reagieren auf das Eindringen der Menschen in den Lebensraum der Tiere und löschen die Projektion aus. Zurück bleibt nur noch eine weiße, kahle Fläche, die Natur verschwindet. Wie weit zwingt die Neugier den Menschen, der Natur näher zu kommen?” So werden die Besucher*innen angeregt, über ihr Eindringen in die Natur und dessen Konsequenzen zu reflektieren. Die Studierenden ergänzen die Bedeutung von Kooperation und Kommunikation dabei: “Wie beeinflusst das Überschreiten von Grenzen durch andere BesucherInnen das eigene Erlebnis? Gibt es eine angemessene Distanz, in der man die Natur genießen kann und dabei nicht stört?”

Die interaktive Videoinstallation “Approaching Nature” zeigt, wie man den Museumsbesuch digital erweitern kann und liefert einen Denkanstoß für das Verhältnis von Menschen und Natur. „Approaching Nature” ist vom 21.–27. Februar von 13.30–16.30 Uhr im VRlab zu sehen.

Text: Maximilian Reimann; VRlab: Alexander Schmidt, Tabitha Goricki-Eickel

Autor/in

Maximilian Reimann

Maximilian Reimann ist Wissenschaftshistoriker und arbeitet im Team von Deutsches Museum Digital.

Sein Tipp für einen Besuch im Museum: In der Ausstellung Geodäsie kann man die Geschichte der Vermessung der Erde nachvollziehen: von der frühen Kartographie, über die Vermessung Bayerns mit Theodoliten bis hin zur Positionsbestimmung mit Hilfe von Satelliten.

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