Direkt zum Seiteninhalt springen

von

Wie man ein Museum im laufenden Betrieb saniert
Von Constanze Kainz (Podcast) und Hajo Becker, Hubert Czech, Reinhard Krause (Bilder)
Gut zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass die Modernisierung des Deutschen Museums in die entscheidende Phase gegangen ist. Es ist eine Baustelle der Superlative: hier arbeiten bald bis zu 400 Menschen, gleichzeitig kommen in den geöffneten Gebäudeteil bis zu 7000 BesucherInnen am Tag. An der Corneliusbrücke ist ein kleines Containerdorf entstanden. Lkw fahren im Minutentakt vor, drinnen wird gebaggert, dass es nur so staubt: In einem Teil des Ausstellungsgebäudes auf der Museumsinsel laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren – ohne dass es die meisten Museumsbesucher überhaupt mitbekommen. Auf rund 35 000 Quadratmetern bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Was passiert auf der Inselbaustelle?
Nachwuchs-Reporterin Constanze Kainz von der Deutschen Journalistenschule hat unseren Pressesprecher Gerrit Faust auf der Baustelle zum Interview auf der Insel-Baustelle getroffen. Daraus ist der folgende Podcast entstanden - mit vielen O-Tönen von der Baustelle und von so manchen Exponaten, die vor den Baumaßnahmen umziehen mussten. Dazu zeigen wir Bilder vom Fotoatelier, die die Baustelle seit zweieinhalb Jahren dokumentieren.

Die Baustelle in Zahlen

  • Kosten: 445 Millionen Euro
  • Ausstellungsfläche (beide Abschnitte): 45 000 Quadratmeter
  • Ausstellungsfläche derzeit im Bau: 24 000 Quadratmeter
  • Größe der derzeitigen Baustelle: 35 000 Quadratmeter
  • Neue Dauerausstellungen ab 2020: 19
Atomphysik // Bild Schrift Codes // Brücken und Wasserbau // Chemie // Elektronik // Energie – Motoren // Foto und Film // Gesundheit // Historische Luftfahrt // Kinderreich // Klassische Optik // Landwirtschaft und Ernährung // Mathematik // Modellbahn // Moderne Luftfahrt // Musikinstrumente // Museumsturm/Foucault‘sches Pendel // Raumfahrt // Robotik
  • Vom Umzug betroffene Exponate: Rund 10 000
  • Am Bau beteiligte Firmen: Rund 100
  • Arbeiter auf Baustelle: Bis zu 400
  • Bisher abtransportierter Aushub: 10 500 Tonnen (6000 m³)
  • Entsorgter Bauschutt/Abbruchmaterial: 6383 Tonnen
  • Künstliche Mineralfaser entsorgt: 43,34 Tonnen
  • Entsorgter Schrott: 100 Tonnen
  • Entsorgter Asbest: 10 Tonnen

Weiterlesen:

  • <media 55462 _blank pdf "TEXT, Bau Baustelle Juli, Bau_BaustelleJuli.pdf, 425 KB">Museumsinsel München: Der Baustellen-Zeitplan im Überblick</media>
  • Informationen zur Modernisierung und zu den neuen Ausstellungen auf unserer Webseite „Auf zu neuen Welten“
Constanze Kainz ist Schülerin an der Deutschen Journalistenschule in München. Der Beitrag ist nach einem Besuch ihrer Klasse auf der Baustelle im Deutschen Museum entstanden. Wenn dort keine Bagger mehr rollen, wird sie wiederkommen. Dann als Besucherin, um „Tante Ju“ zu sehen.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.