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Von Sabine Pelgjer
Wir jagen jeden Tag im Deutschen Museum eine Million Volt durch einen kleinen Kirchturm - zur Begeisterung der Zuschauer bei der beliebten Starkstromvorführung. Heftig unter Strom steht derzeit auch das Team um Sandra Forster, David Muallem und Co., die hoffen, dass ihr neues Restaurant „Blitz“ und der  gleichnamige Musik-Club bei den Münchnern und Gästen aus aller Herren Länder mindestens ebenso einschlagen. Ab 22. April locken sie mit Köstlichkeiten für Gaumen und Gehör in ihre Genussräume im Isarforum an der Ludwigsbrücke.  
„Der Name ist durchaus als Referenz an den Standort zu verstehen“, sagt David Muallem aus dem Blitz-Team. Entsprechend hat man auch das Logo eigens von einem Künstler gestalten lassen: „Das sind Minus und Plus, negative und positive Ladung, wie in einem Blitz eben“, so Muallem. Und das sind nicht die einzigen Bezüge zum benachbarten Technikmuseum: Um ein Musikerlebnis auf höchstem Niveau zu bieten wurde ein weltweit einzigartiges Beschallungskonzept entwickelt. „Mit einer speziellen Raum-in-Raum-Konstruktion und einem darauf abgestimmten High Impact Sound System haben wir den Klang so weit optimiert, dass wir Aufnahmestudioqualität erreichen“, schwärmt David Muallem. Damit dieser Sound tatsächlich nur bei den Nachtschwärmern für Freude und keinesfalls bei menschlichen wie tierischen Anwohnern – Stichwort Biber – für Ärger sorgt, war eine weitere technische Meisterleistung vonnöten. „Aber dank der extrem aufwendigen bauakustischen Maßnahmen können wir jetzt für absolute Ruhe außerhalb des Gebäudes garantieren“, sagt Muallem. Der DJ und Produzent ist künftig für das Programm im Club mitverantwortlich, das sich mit „elektronischer Musik in all ihren Facetten“ auseinandersetzt. Dazu bieten die beiden unabhängigen Dancefloors und der große Barbereich viel Raum für die unterschiedlichsten Konzepte. „Neben dem Clubprogramm am Wochenende sollen hier unter der Woche Konzerte, Lesungen, Workshops und andere kreative Veranstaltungen stattfinden“, so Muallem. 
Durch Kreativität zeichnet sich auch das Blitz-Restaurant aus: Dort kommt Vegetarisches aus der mexikanischen und zentralamerikanischen Küche auf die Teller. Die hochwertigen Speisen werden  mit ausgewählten Weinen aus Spanien und Portugal oder einzigartigen Cocktails abgerundet. „Die basieren auf Rum, Mezcal, Tequila und Saft aus der hauseigenen Zuckerrohrpresse“, sagt Sandra Forster. Das alles genießen die Gäste zwischen kunstvoll bemalten und bepflanzten Wänden oder auf der großzügigen Terrasse mit Blick auf die Isar. 
Mit diesem umfassenden und multigastronomischen Ansatz wollen Blitz Club und Restaurant „zu einem Synonym für Bewegung, Fortschritt, Innovation und alternative Denkansätze werden“, so die Macher. Schlagworte, die auch bestens zum Forum der Zukunft passen, das das Deutsche Museum langfristig an dieser Stelle etablieren möchte. Aber jetzt wünschen wir erst einmal unseren neuen Nachbarn, dass ihr Blitz wunschgemäß richtig einschlägt.  www.blitz.club
www.blitz.restaurant
Sabine Pelgjer hat nach dem Studium der Kunstgeschichte bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet. Im Deutschen Museum ist sie im Bereich Kommunikation unter anderem für die Social Media Kanäle des Museums verantwortlich - auf Twitter, Facebook und Instagram bringt sie Neues aus dem Museum.

Autor/in

Sabine Pelgjer

Hat nach dem Studium der Kunstgeschichte bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet, zuletzt als Chefin vom Dienst bei der Münchner tz. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Zeit mitbringen – und sich unbedingt die Ausstellung Zeitmessung in Ebene 3 ansehen. Zwischen Präzisionspendel- und  Schwarzwalduhren, Kalendervariationen und Oszillograf kann man tief in die vierte Dimension eintauchen. Und wenn das Wetter mitspielt unbedingt im Sonnenuhrengarten auf der Terrasse im sechsten Stock vorbeischauen, dann ist auch Zeit für einen traumhaften Blick über die Stadt.