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Von Sabine Pelgjer
Sechs Ebenen, neun Kilometer Wege und etwa 30 Live-Vorführungen: Das ganze riesige Angebot im Deutschen Museum ist an einem Tag nicht zu schaffen. Ärgerlich wird es dann, wenn man z. B. die spannende Stickstoff-Show verpasst, weil man nicht mehr schnell genug aus dem Bergwerk gekommen ist. Oder wenn man auf der Suche nach der Anthropozän-Ausstellung erst mal eine halbe Stunde durchs Haus irrt, weil manch gewohnter Weg derzeit wegen der Modernisierung durch Bauzäune versperrt ist. Dann fangen auch noch die Kinder an zu quengeln - Hunger, Durst und wo war jetzt das nächste Café, der Pausenraum? Hilfe!
„Wir kennen das Problem“, sagt Andreas Gundelwein, einer der Ausstellungsleiter des Deutschen Museums, „deshalb haben wir uns bei der Google Impact Challenge beworben!“ Dort können gemeinnützige Organisationen Geldpreise für relevante Projekte gewinnen. „Wir wollen damit eine App entwickeln, mit der sich unsere Besucher leichter im Museum zurechtfinden“, sagt Gundelwein. Der kleine Handy- und Tablet-Knopf soll aber noch mehr können: „Geplant sind unterschiedlich lange Touren durchs Museum, von eineinhalb bis zu drei Stunden, und ein Spiel ist auch immer mit dabei“, erklärt Projektleiter Gundelwein. Dazu sollen zunächst einmal 100 Objekte aus den Ausstellungen für die App aufbereitet werden. „Zudem soll auf Serviceangebote in der Nähe wie Pausenplätze, Gastronomie oder Toiletten hingewiesen werden“, verspricht Andreas Gundelwein. Und nicht zuletzt wird es aktuelle Infos und Empfehlungen zum Tagesprogramm geben. „Mit dieser App verpassen unsere Besucher garantiert nichts mehr“, sagt der Projektleiter.
Seit vier Monaten arbeiten er und sein fünfköpfiges Team inzwischen an dem Konzept. Noch ist dieser digitale Service allerdings Zukunftsmusik. „Dass wir mit unserer Idee sogar die Google-Jury überzeugen konnten, ist natürlich großartig“, freut sich Andreas Gundelwein. Das Deutsche Museum hat es mit dem App-Projekt ins große Finale der Challenge geschafft. „Jetzt müssen nur noch ganz viele Menschen im Internet für uns abstimmen, damit aus der Idee auch Realität wird!“ Das Voting für die Google Impact Challenge läuft bis zum 24. Februar 2016.
  • Einfach klicken, damit wir besser werden können:
  • Hier geht es zur Abstimmung: https://goo.gl/Vg4i7Y

Sabine Pelgjer

Arbeitet in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und kümmert sich vor allem um die Kommunikation der Modernisierung des Deutschen Museums. Nach dem Studium der Kunstgeschichte hat sie bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet, zuletzt als Chefin vom Dienst bei der Münchner tz. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Zeit mitbringen – und sich unbedingt die Ausstellung Zeitmessung ansehen. Zwischen Präzisionspendel- und Schwarzwalduhren, Kalendervariationen und Oszillograf kann man tief in die vierte Dimension eintauchen. 

Autor/in

Sabine Pelgjer

Hat nach dem Studium der Kunstgeschichte bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet, zuletzt als Chefin vom Dienst bei der Münchner tz. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Zeit mitbringen – und sich unbedingt die Ausstellung Zeitmessung in Ebene 3 ansehen. Zwischen Präzisionspendel- und  Schwarzwalduhren, Kalendervariationen und Oszillograf kann man tief in die vierte Dimension eintauchen. Und wenn das Wetter mitspielt unbedingt im Sonnenuhrengarten auf der Terrasse im sechsten Stock vorbeischauen, dann ist auch Zeit für einen traumhaften Blick über die Stadt.