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Von Ulrike Sturm-Hentschel
Seit letzter Woche nennt das Deutsche Museum den Bahnpostwagen für Personenzüge Nr. 4467 sein Eigen. Frau Dr. Lieselotte Kugler, Stiftungskuratorin der Museumsstiftung Post und Telekommunikation (Berlin) übergab ihn am 27. August 2013 im Verkehrszentrum an Herrn Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. Der Bahnpostwagen aus dem Jahre 1933 kam 2006 als Dauerleihgabe des Museums für Kommunikation (Nürnberg) ins Deutsche Museum Verkehrszentrum. Dort reiht er sich in Halle II zwischen der Dampflok S 3/6 von 1912 und dem Mitropa Speisewagen von 1929 ein.  Seit 1848 nutzten die Postverwaltungen das neue Verkehrsmittel Eisenbahn für die Beförderung und Bearbeitung der Post während der Fahrt. In den 1930er Jahren trug die Bahnpost die Hauptlast der Postbeförderung. Um dem Platzmangel in den Bahnpostwagen entgegenzuwirken, wurde ein immer größeres Raumangebot konstruiert, was sich auch am ausgestellten Wagen zeigt. Die Übernahme der Sortierung durch automatisierte Briefverteilzentren führte ab 1997 zum Ende des Bahnpostbetriebs in Deutschland. 
Zu besonderen Anlässen, beispielsweise in der Langen Nacht der Münchner Museen, wird im Bahnpostwagen auch „Bahnpostbetrieb“ vorgeführt.
Mehr zum Bahnpostwagen finden Sie auf den Sammlungsseiten und natürlich in der Ausstellung im Deutschen Museum Verkehrszentrum.
Ulrike Sturm-Hentschel ist Kuratorin für Schienenverkehr am Deutschen Museum.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.