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Normalerweise haben wir im Museum - vorsichtig ausgedrückt - ein Problem mit Sprayern, die sich an der Fassade - oder noch schlimmer - an Objekten im Außenbereich des Deutschen Museums verewigen. Beinahe täglich werden Mann und Material breitgestellt, um Tags und Kritzeleien zu entfernen. Ganz anders ist es dieser Tage in der derzeit geschlossenen Ausstellung Energietechnik vor sich gegangen. Ein Münchner Graffiti-Künstler wurde eingeladen, zwei Infoterminals zu besprayen.  
In der Energietechnik wird der Bereich regenerative Energien aktualisiert. Zur Solarenergie, die schon seit Eröffnung der Ausstellung im Jahr 1996 thematisiert wurde, kommt die Windenergie dazu. Zwei Infoterminals, einer für die regenerativen Energien, einer für die Kernkraft, sollten im Rahmen der Aktualisierung aufgefrischt werden. Die Gestalter entschieden sich für Graffiti - und für den Künstler Z-Rok, dessen Werken man in München oft begegnet. Z-Rok war fast drei Tage im Museum am Werk. Das Abkleben allein nahm viel Zeit in Anspruch, denn in einer Ausstellung muss - anders als in freier Natur - alles rundum geschützt werden.
Ab Ende Dezember 2012 wird die neue Ausstellungseinheit für die Besucher geöffnet. Wir sind gespannt, auf Ihre Meinung. Bitte teilen Sie uns diese nicht mit Edding mit ….
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Autor/in

Annette Lein

leitet das digitale Redaktionsteam am Deutschen Museum. Alle Neuigkeiten tickern durch das Redaktionssystem auf ihren Bildschirm. Als Germanistin und Theaterwissenschaftlerin erzählt sie im Blog gerne von den Geschichten und Menschen, die das Deutsche Museum zu dem machen, was es ist.

Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: In der Ausstellung Meeresforschung die Tauchkugel Trieste ansehen und sich dabei vorstellen, wie sich Jaques Piccard in dieser dickwandigen Kugel gut 11 km zur tiefsten Stelle des Ozeans hat herabsinken lassen. Der Schweizer Forscher hat dabei einen Plattfisch entdeckte - ja, es gibt Leben in der Tiefsee!