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Am Freitag den 20. April war es so weit: die „Asmus Bremer“ ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat auf einem Tieflader die lange Reise nach München angetreten und kam am Montag bei schönem, weiß-blauen Himmel in Schleißheim bei der Flugwerft an. Benannt ist es nach dem volksnahen Kieler Bürgermeister Asmus Bremer, der im 17. Jh. lebte. Nach 25 Einsatzjahren im harten Seenotrettungsdienst hat die DGzRS das Typschiff ihrer seinerzeit völlig neu entwickelten 8,5-Meter-Klasse außer Dienst gestellt. Nach kurzer Zwischenstation in der Flugwerft Schleißheim ist geplant, das frisch restaurierte Boot Mitte des Jahres im Innenhof als technisches Denkmal auszustellen.
Die ASMUS BREMER steht zugleich für den selbstlosen Einsatz ihrer stets ausschließlich freiwilligen Seenotretter. Zwischen Ende 1987 und Anfang 2012 haben die Besatzungen mit der ASMUS BREMER 644 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahren befreit. Das Seenotrettungsboot hat in 25 Dienstjahren unter der Flagge mit dem roten Hansekreuz bei über 3900 Einsatz-, Kontroll- und Sicherungsfahrten rund 88.000 Seemeilen (etwa 163.000 Kilometer) zurückgelegt. Das entspricht mehr als vier Erdumrundungen.
Aufgrund der hervorragenden Manövriereigenschaften und der Seetüchtigkeit sind die 8,5-Meter-Seenotrettungsboote wie die großen Seenotkreuzer auch für Einsätze auf hoher See, fernab von der Küste und ihren Stationen, geeignet. Langfristig ist geplant, die Asmus Bremer neben dem vor 25 Jahren von der DGzRS überführten Seenotrettungskreuzer „Theodor Heuss“ im Freigelände hinter der Luftfahrthalle auszustellen. Dann sollen beide Seenotretter im Rahmen von Führungen begehbar sein.
Dr. Christian Sicka
Weiterlesen: Blogbeitrag vom 9.1.2012 Seenotrettungsboot kommt ans Museum

Autor/in

Matthias Knopp

ist Leiter der Hauptabteilung Luft-, Raum-, Schifffahrt und Kurator für die Ausstellung Raumfahrt. Er hat die nachweislich erste E-Mail aus dem Deutschen Museum verschickt und 1995 das Museum mit einer eigenen Webseite ins Internet gebracht. Digitalisierung und Einsatz von Medien im Museum treiben den promovierten Physiker bis heute um. Sein Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Nachdem man sich bis ins 3.OG hochgearbeitet hat, einen Capuccino im Café neben den Ausstellungen Telekommunikation und Informatik bestellen und die Aussicht in die Alpen genießen.