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Im UFO ist richtig was los: Schüler in weißen Laborkitteln sind am Werk und führen genetische Versuche durch. Seit einigen Monaten kann man im DNA-Besucherlabor wieder selbst Hand anlegen und verschiedene molekularbiologische Experimente machen.

Die Gruppe möchte heute im Kurs „Wer war der Täter? Genetischer Fingerabdruck“ ein fiktives Verbrechen aufklären. Dazu werden verschiedene DNA-Proben untersucht. Es wird fleißig pipettiert, zentrifugiert, DNA in einem speziellen Gerät vermehrt und danach ein Gel gegossen, das mit den DNA-Proben beladen wird. Anschließend wird die DNA der Größe nach aufgetrennt und das Gel später mit einem speziellen Farbstoff noch gefärbt. So kann die DNA letztendlich sogar sichtbar gemacht werden und die Proben vom „Tatort“ werden  mit denen der „Verdächtigen“ verglichen.  Alle beugen sich neugierig über die Färbeschalen mit dem Gel und es entsteht fast ein kleiner Wettkampf: Wer hat das Ergebnis zuerst? Wer findet heraus, wer der Täter war? Am Ende haben es alle geschafft und sind stolz auf ihr Ergebnis.

Unsere Besucher sind auch fasziniert von dem kleinen Experiment „Isolation eigener DNA“. Mit einer speziellen Chemikalie und Alkohol können die Kursteilnehmer die Erbsubstanz, die DNA, aus ihren eigenen Mundschleimhautzellen herauslösen und den „Lebensfaden“ mit nach Hause nehmen. Haben Sie Lust bekommen, selbst einmal aktiv zu werden? Dann kommen Sie doch samstags um 15:00 Uhr einfach mal vorbei und schnuppern Sie in unserem Einführungskurs „Isolation eigener DNA“ ein wenig Laborluft!

Autor/in

Margherita Kemper

Ist promovierte Biologin und zuständig für den Bereich Life Sciences. Dies umfasst nicht nur die spannende Sammlung an Laborgeräten sondern auch die Leitung des DNA-Besucherlabors im Zentrum Neue Technologien. Hier können Interessierte selbst an Laborgeräten unter Anleitung experimentieren und PCR, DNA-Isolation und Antigentests kennenlernen.

Ihr Tipp für einen Museumsbesuch: Ein Besuch der Altamira-Höhle! Die steinzeitlichen Wandmalereien von Bisons und Hirschkühen fand sie schon als Jugendliche so spannend, dass sie in der Oberstufe ihre Facharbeit darüber schrieb.