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2 Meter 90 lang und schlank ist es und normalerweise in den Alpen zuhause: das Alphorn, das seit 5. Mai seinen Platz in der Musikinstrumentenabteilung des Deutschen Museums hat. Überbracht hat es Frau Dr. Hildegard Herrmann-Schneider vom Institut für Tiroler Musikforschung in Innsbruck www.musikland-tirol.at), das das Instrument dem Deutschen Museum großzügigerweise als Leihgabe überlassen hat. Gebaut hat es Richard Brutscher aus dem Allgäu für die Wiederaufführung einer kürzlich entdeckten Messe von Johann Obersteiner (1824-1896) im vergangenen Jahr. Das Instrument steht auf A – das heißt der tiefste Ton ist ein A, gespielt werden kann die auf diesem Ton aufbauende Naturtonreihe. Bei der Übergabe wurden dem Alphorn gleich einige ebenso tragende wie ergreifende Töne entlockt, die Lust machten auf mehr. In der Musikinstrumentenabteilung wird es künftig Führungen bereichern.

Autor/in

Silke Berdux

Silke Berdux hat Musikwissenschaft studiert und ist Kuratorin der Musikinstrumentenabteilung am Deutschen Museum. Mit einem Team entwickelte sie die Ausstellung "Musikinstrumente". Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die Erschließung der Sammlung sowie die Durchführung und Initiierung verschiedener Forschungs- und Vermittlungsprojekten.

Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Der Zwitscherautomat in der Musikausstellung zeigt einen Baum, auf dem sich mehrere Vögel befinden. Es ist faszinierend, wie naturgetreu die Stimmen und Bewegungen der Vögel vom Pariser Automatenbauer Blaise Bontemps nachempfunden wurden.