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Einen ungewöhnlichen Flug absolvierte heute ein Hubschrauber aus der Luftfahrt-Ausstellung.
Bei dem gewichtigen Exponat handelt es sich um einen Sikorsky HH-19 B (S-55) aus dem Jahr 1955. Er ist einer der ersten amerikanischen Hubschrauber, die eine Nutzlast von einer Tonne transportieren konnten und in großer Stückzahl gebaut wurden. Dieser Hubschraubertyp wurde in großem Umfang im Korea-Krieg (1950-1953) eingesetzt.
Der Hubschrauber des Museums wurde vor vielen Jahren in den Lehrmittelwerkstätten der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck restauriert und für Ausstellungszwecke teilweise geschnitten.
Der ungewöhnliche Antrieb, ein Sternmotor im Bug, der über eine lange Welle den Rotor antreibt, konnte in seiner Funktion vorgeführt werden. Diese Mechanik ist nach über 25 Jahren Dauerbetrieb in den Ausstellungen defekt und wird in der Flugzeugwerkstatt der Flugwerft Schleißheim wieder instand gesetzt. Das kann durchaus bis zu einem Jahr dauern.
Für den Transport wurde der Hubschrauber teilweise demontiert und mit einem Autokran direkt aus der Ausstellungshalle auf einen Tieflader gesetzt.

Autor/in

Matthias Knopp

ist Leiter der Hauptabteilung Luft-, Raum-, Schifffahrt und Kurator für die Ausstellung Raumfahrt. Er hat die nachweislich erste E-Mail aus dem Deutschen Museum verschickt und 1995 das Museum mit einer eigenen Webseite ins Internet gebracht. Digitalisierung und Einsatz von Medien im Museum treiben den promovierten Physiker bis heute um. Sein Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Nachdem man sich bis ins 3.OG hochgearbeitet hat, einen Capuccino im Café neben den Ausstellungen Telekommunikation und Informatik bestellen und die Aussicht in die Alpen genießen.