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Von Ralph Würschinger
Schrauben, Pedale und Ventile – Sie sind nicht nur Bestandteile großer Industriemaschinen, sondern sie finden sich auch in Musikinstrumenten. Bei der Entwicklung von Klavier, Trompete und Co. haben solche eingebauten Mechaniken eine wichtige Rolle gespielt. Mit ihnen konnten auf einmal Töne gehalten werden, es war ein schnellerer Wechsel zwischen den Tönen möglich oder sie ermöglichten sogar das Spielen ganz neuer Töne.
In dieser Folge unseres Podcasts geht es um die Geschichte der Doppelpedalharfe und ihren einflussreichsten Entwickler, Sébastien Érard. Dazu habe ich den Musikwissenschaftler Panos Poulopoulos bei seiner Recherchearbeit begleitet, die ihn über das Frankreich der französischen Revolution bis zur englischen Mittelschicht des 19. Jahrhunderts geführt hat.

Field Recordings

Das Schöne an Musikinstrumenten ist, dass sie klingen. Für einen Podcast, in dem ich keine Bilder zeigen, aber Töne spielen kann, ist das natürlich super. Bei einem internationalen Workshop zur frühen Pedalharfe im November 2018 spielten im Deutschen Museum zwei Musikerinnen, Masumi Nagasawa und Maria Christina Cleary. Ich bekam die Gelegenheit die beiden bei ihren Konzerten mit meinem Mikrofon aufzunehmen. Alle Musikstücke dieser Folge, die eine Harfe beinhalten, sind also Live-Aufnahmen. Ich hoffe, dass sie den Hörer besser in die Geschichte eindringen lassen und ihm ein Gefühl geben, wie Harfe überhaupt klingt und was damit spielerisch möglich ist. Für die Verwendung der Aufnahmen spreche ich Masumi Nagasawa und Maria Christina Cleary meinen herzlichen Dank aus. Außerdem möchte ich mich bei Beatrice Steineke bedanken, die eine wundervolle Jane Austen abgibt.

Weiterlesen:

  • Mehr zum Forschungsprojekt "A Creative Triangle of Mechanics, Acoustics and Aesthetics: The Early Pedal Harp (1780-1830) as a Symbol of Innovative Transformation"
  • Mehr zum Forschungsprojekt "Untersuchung der Dekoration einer Erard-Doppelpedalharfe"

Wissen zum Hören:

Neue Podcastreihe: Ein Meer, das verdunstet, ein kurioses Musikinstrument und ein Kleid aus Glasfasern - unsere Forschungsprojekte für Sie erzählt. Mehr…
Ralph Würschinger ist Absolvent der katholischen Journalistenschule ifp und arbeitet als freier Journalist. Im Juli 2018 war er als Praktikant in der Pressestelle des Deutschen Museums tätig.

Sein Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum ist die Historische Luftfahrt, weil man hier nachempfinden kann, wie Träume Fliegen gelernt haben: von Science-Fiction-Plänen Leonardo Da Vincis über Käthe Paulus' waghalsige Sprünge aus dem Ballon, um den einen von ihr erfundenen Fallschirm zu testen, bis hin zum ersten motorisierten Flug der Gebrüder Wright.

Autor/in

Gastblogger

Immer wieder schreiben Gäste im Blog - Informationen zu diesen Autorinnen und Autoren finden sich im jeweiligen Beitrag. Als Gastblogger schrieben in letzter Zeit: <link 12873 - internal-link-new-window "Opens internal link in new window">Jutta Schlögl</link> war als Physik-Ingenieurin im Bereich Technische Entwicklung tätig und ist seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Museums. Sie leitet das Projekt Experimentier-Werkstatt.Dorothea Föcking ist Hamburger Abiturientin und macht ein zweimonatiges Praktikum im Vorbereitungsteam der Sonderausstellung "Anthropozän". Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: Bei einem Museumsbesuch sollte man unbedingt Halt in der <link 81 - more>Pharmazie-Ausstellung</link> machen, um in das Innere der riesigen, gemütlichen Zellnachbildung zu schauen.