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Was wäre, wenn unsere Welt dreizehn Monde hätte und acht Sonnen? Wenn wir laut schimpfen müssten, damit uns der Planet nicht um die Ohren flöge? Und Freundlichkeit genau das Gegenteil bewirkte? Und was passiert, wenn plötzlich Unwissende von außen dazustoßen? Es ist eine merkwürdig fremde und doch vertraute Welt, in die das Musiktheater „AndersArtig – ein Cosmock“ die Zuschauer entführt. Eine Welt im Zerrspiegel, eine Welt, in der Schimpfen und Fluchen zur Realität geworden ist.
Gesungen und gespielt wird dieses Musiktheater von 100 Schülern aus vier Münchner Klassen der Mittelschule an der Walliserstraße und des Heinrich Heine-Gymnasiums. Sie sind es auch, die in achtmonatiger Arbeit die Musik komponierten, das Libretto schrieben und Bühne, Kostüm und Szene entwarfen.
Unterstützt wurden sie dabei von den Musik-, Regie-, Schreibund Komponisten-Profis der Künstlergruppe „Musik zum Anfassen“, die als „Expeditionsleiter“ die Schüler durch die Welt des Musiktheaters führten. Gemeinsam wurde erforscht, wie Text und Musik, Stimme und Instrumente, Handlung und Bewegung zusammenwirken.
Inspirationsquelle und Klanglabor für „AndersArtig – ein Cosmock“ war das Deutsche Museum. Hier haben sich die Schüler mit optischen Täuschungen und virtueller Realität beschäftigt und so erfahren, dass die Realität ihre Tücken hat und in den Werkstätten Material für ihre Klangkörper entdeckt.

In der musikalischen Preview mit kurzer Einführung in die Entstehung des komplexen Gebildes „Musiktheater“ werden die Kompositionen der Kinder/Schüler vorgestellt und ein Einblick in die Klangwelt und die Story des Stücks gegeben.

Musikalische Preview am Donnerstag, 26. April, 18:30-19.30 Uhr
Eintritt: 3 Euro an der Abendkasse
Ort: Zentrum Neue Technologien im Deutschen Museum
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Annette Lein

leitet das digitale Redaktionsteam am Deutschen Museum. Alle Neuigkeiten tickern durch das Redaktionssystem auf ihren Bildschirm. Als Germanistin und Theaterwissenschaftlerin erzählt sie im Blog gerne von den Geschichten und Menschen, die das Deutsche Museum zu dem machen, was es ist. Ihr Tipp für einen Besuch im Deutschen Museum: In der Ausstellung Meeresforschung die Tauchkugel Trieste ansehen und sich dabei vorstellen, wie sich Jaques Piccard in dieser dickwandigen Kugel gut 11 km zur tiefsten Stelle des Ozeans hat herabsinken lassen. Der Schweizer Forscher hat dabei einen Plattfisch entdeckte - ja, es gibt Leben in der Tiefsee!